Wort des Monats

 

Lieber Leser,




Inspirierende Gedanken beim lesen wünscht Ihnen


Franz Uwe Hermanns   

 
 

Vor etwas mehr als einer Woche wurde wegen COVID-19 (Corona) der „Shut-Down“, also das Herunterfahren der Wirtschaft eingeleitet und eine Ausgangseinschränkung eingeführt.

Vielen Menschen macht dies Angst und die Ungewissheit vor den Folgen ist deutlich spürbar. In den Betrieben läuft jetzt Kurzarbeit an. Keiner kann sagen wie sich das Ganze noch weiterentwickeln wird. So gut wie jeder Betrieb jeder Branche ist betroffen. Kleine Betriebe, die kaum oder keine Rücklagen besitzen, besonders hart. Entlassungen und sogar Schließungen drohen.  Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen kommen an ihre Grenzen. Das Personal ist zunehmend überlastet. Schulen und Kitas sind geschlossen, was Eltern in Nöte bringt. Sehr viele Fragen tauchen auf, die teilweise noch unbeantwortet bleiben. Die Politik, die bisher die Sache gut und schnell angegangen ist, ist weiterhin stark gefordert Nachbesserungen zu liefern. Falschmeldungen und sogar konträre Meinungen von „Fachleuten“ entgegen den etablierten Instituten, wie z.B. dem Robert Koch Institut und Experten der Bundesregierung machen die Runde. Diese verbreiten Halbwahrheiten und halten mit Polemik die Maßnahmen des vorrangigen Schutzes von Gesundheit und Leben für übertrieben. Für Stimmungsmache ist jetzt nach meiner Auffassung der falsche Zeitpunkt.

Wir brauchen Ermutigung und gegenseitige Unterstützung. Viele Menschen haben das verstanden und passen sich immer mehr an die Situation an und unterstützen sich gegenseitig in großartiger Weise. Wir als Christen müssen ebenfalls diesen Beispielen folgen, Menschen unterstützen und ermutigen. Auch unsere Gemeinde trifft sich im Internet und betet regelmäßig für die erkrankten Menschen, die Hinterbliebenen der Verstorbenen, Politiker, Ärzte, Pflegekräfte und Verkäufer(innen). Als Christen können wir uns in schwierigen Situationen immer an Jesus Christus wenden. Wer oder was auch immer für diese Pandemie verantwortlich ist, so steht dieser nicht über Gott. Der Theologe Dietrich Bonhoefer (1906-1945) hat erklärt, dass die Warum-Frage keine dem Glauben gemäße Frage ist, weil sie einen anderen als den Schuldigen für das Leid, die eigene Unschuldserklärung, die Reinwaschung des Ich sucht. Durch Christus, den gekreuzigten fragen wir nicht mehr nach dem Ursprung des Bösen, sondern nach der Überwindung dessen Überwindung am Kreuz, nach Vergebung der Sünden und Versöhnung der gefallenen Welt. In unserer Begegnung mit Jesus Christus lernen wir, die der Wirklichkeit gemäßen Fragen zu stellen. Jesus Christus hat unser Leid mit ans Kreuz genommen. Wenn wir ihn um Hilfe bitten, wird er das nicht ungehört lassen. Er bewirkt heute noch Wunder. Wie die obige Bibelstelle aussagt nicht nur dadurch, dass Er konkret eingreift, sondern auch durch uns Christen, die Ihm nachfolgen. Er rüstet uns mit den entsprechenden Gaben und Fähigkeiten aus. So erleben wir jetzt bereits kleine „Wunder“. Wunder, wie die oben beschriebenen Dinge, die Menschen in schwierigen Situationen fähig sind zu leisten und was weit über das normale Maß hinausgeht. Indem wir uns selbst reflektieren, unsere Berufung und Ausrüstung erkennen, können wir den erleben, der uns damit ausgerüstet hat, weil Er uns liebt: Jesus Christus.  Ich setze und vertraue auf Jesus Christus, dass Er uns in der derzeit schwierigen Lage hilft und unterstützt. Dass Er Wunder tun kann, die uns schnell von der Pandemie befreien und uns wieder zum normalen Alltag zurückkommen lassen.

Meine Hoffnung ist, dass sie in ihrem persönlichen Rückblick die Unterstützung durch Gottes Hilfe mit einbeziehen.  In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, dass sie in der jetzigen Situation innehalten und sich Jesus Christus anvertrauen.

Franz Uwe Hermanns

„Und Gott selbst bestätigte die Botschaft durch Zeichen und Wunder und viele Beweise seiner Macht und durch die Gaben des Heiligen Geistes, die er nach seinem Willen schenkte.“

Hebräer 2, 4